Leuggern
Leuggern wurde erstmals im Zusammenhang mit der Pfarreikirche
Leuggern erwähnt. Die Geschichte der mittelalterlichen Grosspfarrei
Leuggern, in deren Mittelpunkt die Kirche Peter und Paul steht, dürfte
deshalb schon weit ins Hochmittelalter zurückgehen. Die Pfarrei war
möglicherweise eine Gründung der Frickgaugrafen von Homberg. Leuggern wurde
wohl im Jahre 1231 gegründet und auf den Namen „Luitgern“, 1239 auf den
Namen „Lutegern“ registriert.
Die Kommende Leuggern verdankte ihre Gründung den
Freien von Bernau. Aus deren Erbe waren gegen Mitte des 13. Jahrhunderts
verschiedene Güter in Leuggern samt Pfarrkirche in den Besitz der
Johanniter gelangt. Durch Kauf und neue Vergabungen vergrösserten sich die
Ordensgüter zusehends, so dass zwischen 1248 und 1251 von der Kommende
Bubikon aus in Leuggern ein eigener Verwaltungsbezirk errichtet wurde. Wohl
gleichzeitig entstand das Ordenshaus.
Bis 1816 gab es im Kirchspiel eine Grossgemeinde
bestehend aus den Ortschaften Böttstein, Eien, Kleindöttingen, Fehrenthal,
Schlatt, Etzwil, Hagenfrist, Hettenschwil, Leuggern, Gippingen, Felsenau,
Reuenthal, Jüppen, Full und Oberleibstadt.
Nach dem Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahr
1798 kam Leuggern zur Zeit der Helvetik an den neugeschaffenen Kanton
Baden, 1803 aber endgültig zum neuen Kanton Aargau, Leuggern wurde als eine
grosse Gemeinde konstituiert und bestand als solche bis zum Jahr 1816. Dann
wurden die Teile Böttstein mit Eien und Kleindöttingen abgezweigt, ebenso
Oberleibstadt mit Full und Reuenthal. (Siehe Buch: „das Kirchspiel
Leuggern“)
Neben all den Traditionen hat es Leuggern verstanden,
den Wandel von der reinen dörflichen Gemeinschaft hin zu einer bunt
gemischten Dorfgemeinschaft zu vollziehen. Wachstum findet vor allem in den
Dorfteilen Leuggern, Gippingen und Hettenschwil statt. Die Dorfbilder sind
vor allem durch Bauernhöfe und ländlich gebauten Einfamilienhäusern
geprägt.
Bürgergeschlechter
Erne
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Frei
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In Leuggern sind folgende Bürgergeschlechter
beheimatet: Bader, Binkert, Eckert, Erne, Frei, Fuchs, Hauser, Henkel, Kalt,
Keller, Knecht, Meier, Meisel, Obrist, Schmid, Schwere, Stefani, Vetter,
Vögele, Vogel, Vogelbacher und Weber. (siehe Buch: „die Bürgergeschlechter
der Gemeinde Leuggern“)
Gemeindewappen
Auf rotem Grund ein durchgehendes weisses
Malteser-Kreuz mit weissem Kreisring. Das Malteser-Kreuz weist auf die
Johanniterkommende Leuggern hin, die um 1250 gegründet wurde und bis 1806
bestand.
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